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Warum wir die Nominierung für den “Deutschen Nachbarschaftspreis” nicht annehmen

Unser Lastenrad-Sharing-Projekt „KASIMIR – Dein Lastenrad“ wurde für den “Deutschen Nachbarschaftspreis” nominiert, zusammen mit vielen anderen engagierten Initiativen, die sich für nachbarschaftliches Miteinander einsetzen. Wir fühlen uns in diesem Kreis an sich sehr gut aufgehoben.

Wir danken dem Team der nebenan.de Stiftung für die Nominierung und den konstruktiven und offenen Dialog, trotzdem können wir die Nominierung nicht annehmen:

Die Äußerungen des Bundesministers und Schirmherren Horst Seehofer lehnen wir entschieden ab, besonders die kürzlich (und nach unserer Einreichung) getätigten.

Er steht für eine Politik, die die Gesellschaft spaltet, die auf Abschottung setzt und die Menschen in Not Hilfe verweigert. Das widerspricht unserem Verständnis von Nachbarschaft, Nachbarschaft bedeutet für uns, Menschen zu verbinden, und Teilnahme zu ermöglichen. Als Schirmherr ist Seehofer dieses Jahr Repräsentant des “Deutschen Nachbarschaftspreis”, weshalb wir unsere Bewerbung hiermit zurückziehen.

Wir glauben an eine solidarische Gesellschaft – und Nachbarschaft.

wielebenwir e.V.

 

Nachtrag: Ein Statement der nebenan.de-Stiftung gibt es in den Kommentaren.
Nachtrag 2: Vielen Dank für die vielen Kommentare. Bitte habt Verständnis, dass wir negative Kommentare (auch diejenigen, die uns unterstützen) nicht veröffentlichen werden. Wir bemühen uns, die positive Kraft der Nachbarschaft(en) in den Mittelpunkt zu stellen. Danke.

10 Kommentare

Michael Vollmann

Wir respektieren, verstehen und bedauern die Entscheidung der Initiative „wielebenwir e.V.“

Die nebenan.de Stiftung steht für ein solidarisches, offenes und demokratisches Miteinander und gibt mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis lokalem Engagement eine Bühne.

Bei der Verleihung des Nachbarschaftspreises möchten wir die Brücke zwischen lokalen Initiativen und der großen Politik schlagen.

Wir wollen den politischen Entscheidern vor Augen führen, welchen gesellschaftlichen Wert die Arbeit der großartigen nominierten Initiativen hat und Raum für Dialog schaffen.

Darüber hinaus möchten wir anderen Initiativen im Land Mut machen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen – gerade, wenn man mit dem Status Quo nicht zufrieden ist.

Wir ziehen den Hut vor dem herausragenden Engagement der Initiative „wielebenwir e.V.“ und wünschen ihr mit dem Projekt „Kasimir – Dein Lastenrad“ viel Erfolg für die Zukunft.

– Michael Vollmann, Geschäftsführer der nebenan.de Stiftung

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Jakina Ulrike Wesselmann

Hut ab vor dieser Entscheidung, es war sicher nicht leicht. Ich freue mich, dass ein Unternehmen mit Ihren Grundsätzen auch tatsächlich dafür lebt und danach handelt – anders als in vielen Bereichen der Wirtschaft und der Politik, in denen es ohne Weiteres möglich ist, Werte einzufordern oder zu verkaufen und sich selbst davon zu distanzieren. Das stärkt meine Begeisterung und meinen Respekt vor Ihrer Arbeit.

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Reinkold Kalista

da kann man nur den hut ziehen, denn welche gemeinnützige gruppe könnte diese geld nicht gebrauchen aber wenn der bayer mit im spiel ist ist ende der hilfe, dieser beihelfer zum todschlag ist nicht hinnehmbar, als minister untauglich

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Edeltraut Zschau

Danke, dass ihr ein deutliches Zeichen gesetzt habt!
Das ermutigt, sich noch stärker für eine offene Gesellschaft in kultureller Vielfalt einzusetzen und ebenso für eine weitere Aufnahme von Flüchtlingen bzw für ein dauerhaftes Bleiberecht!

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Ronald Brandt

Danke!!
Zu seinen Werten stehen und auf diese finanzielle Hilfe verzichten – ich verneige mich vor Euch.
Ronald Brandt

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Sylvia-Maria Steup

Ich bin sehr beeindruckt- das passt auch zu meinem Weltbild- vielen vielen Dank dafür- wir sind doch nicht so ganz alleine mit unseren sozialen Einsichten.

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